Wie reinigt man Lötspitzen?
Die Lötspitze ist der am stärksten beanspruchte Teil jeder Lötstation – sie ist hohen Temperaturen, Oxidation, Flussmitteln und mechanischer Belastung ausgesetzt. Regelmäßiges Reinigen entscheidet über ihre Lebensdauer.
Warum ist das Reinigen wichtig?
Oxide und Flussmittelreste verschlechtern die Wärmeübertragung und verhindern, dass die Spitze Lot annimmt.
Wie erkennt man eine verschmutzte Spitze?
Sie ist dunkel, nimmt kein Lot an und überträgt die Wärme schlecht.
Beste Methode: Messingwolle
Messingwolle entfernt Oxide, ohne die Spitze abzukühlen oder die Beschichtung zu beschädigen – die schonendste Methode.
Reinigungsschwamm
Ein feuchter Schwamm funktioniert, kühlt die Spitze aber ab und belastet die Beschichtung. Nur mit destilliertem Wasser leicht anfeuchten.
Spitzenaktivator
Bei stark oxidierten Spitzen stellt ein Aktivator (Tip Tinner) die Benetzbarkeit wieder her.
Verzinnen nach jeder Arbeit
Lassen Sie die Spitze immer mit frischem Lot bedeckt – das schützt sie zwischen den Einsätzen.
Wie oft reinigen?
Vor jeder Lötstelle kurz an der Messingwolle, am Ende der Arbeit gründlich und verzinnt ablegen.
Was man nie tun sollte
Keine Feilen, kein Schmirgelpapier, keine aggressiven Chemikalien – sie zerstören die Beschichtung.
Wie verlängert man die Lebensdauer?
Niedrige Temperatur, Schlafmodus und Verzinnen – siehe Lebensdauer von Lötspitzen verlängern.
Häufige Fehler
Trockenes Lagern, Schleifmittel und zu hohe Temperatur. Mehr in die häufigsten Lötfehler.
Fazit
Schonendes, regelmäßiges Reinigen verlängert die Lebensdauer am meisten. Löttechnik ansehen oder weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.
