BGA-Schaltungen reparieren
BGA-Reparaturen gehören zu den anspruchsvollsten Aufgaben im Elektronikservice. Die Lötkugeln liegen unter dem Bauteil verborgen und lassen sich nur mit präziser Temperaturführung sicher bearbeiten.
Was ist ein BGA-Gehäuse?
BGA (Ball Grid Array) ist ein Gehäuse, dessen Anschlüsse als Raster von Lotkugeln auf der Unterseite angeordnet sind – nicht sichtbar und nicht direkt zugänglich.
Wo wird BGA eingesetzt?
In Prozessoren, Grafikchips, Speicher und Steuerchips – überall, wo viele Anschlüsse auf kleinem Raum nötig sind.
Häufigste BGA-Defekte
Kalte oder gerissene Lötkugeln durch thermische Belastung, mechanische Beanspruchung oder Alterung.
Wie läuft eine BGA-Reparatur ab?
Vorheizen der Platine, Erwärmen nach Temperaturprofil, Abheben des Chips, Reinigen der Pads und Aufsetzen mit präziser Ausrichtung – am besten mit einer Rework-Station.
Was ist Reballing?
Das Aufbringen neuer Lotkugeln auf den Chip mit Hilfe einer Schablone – nötig, wenn der ursprüngliche Chip wiederverwendet wird.
Welche Ausrüstung wird benötigt?
Ein BGA-Rework-System mit Vorheizung, Schablonen, Flussmittel und Mikroskop. Das Sortiment finden Sie unter Löttechnik.
Häufige Fehler
Falsches Temperaturprofil, Überhitzung und schlechte Ausrichtung. Mehr in die häufigsten Lötfehler.
Fazit
BGA-Reparaturen verlangen Erfahrung, Vorheizung und präzise Profile. Einfachere Fälle deckt SMD-Reparaturen ab; weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.
