Bleifreies Löten

Bleifreies Löten ist in den letzten zwei Jahrzehnten zum Standard der Elektronikfertigung geworden. Dank der europäischen RoHS-Richtlinie verwendet heute der Großteil der Produktion bleifreie Lote.

Was ist bleifreies Löten?

Löten mit Loten ohne Blei, meist auf Basis von Zinn-Kupfer-Silber (SAC). Diese Legierungen haben einen höheren Schmelzpunkt als klassisches Zinn-Blei.

Warum der Umstieg?

Die RoHS-Richtlinie beschränkt gefährliche Stoffe, darunter Blei, in Elektronik – aus Umwelt- und Gesundheitsgründen.

Unterschied zwischen bleihaltigem und bleifreiem Lot

Bleifreies Lot schmilzt höher, benetzt schlechter und ergibt mattere Lötstellen. Es erfordert mehr Wärme und ein besseres Flussmittel.

Temperatur beim bleifreien Löten

Üblich sind etwa 350–380 °C an der Spitze – je nach Lötstelle. Wichtiger als hohe Temperatur ist eine schnelle Wärmenachführung der Station.

Welche Lötstationen sind geeignet?

Stationen mit schneller Regelung und kräftiger Wärmenachführung. Bei der Wahl hilft wie man eine Lötstation auswählt; das Sortiment finden Sie unter Löttechnik.

Bedeutung eines guten Flussmittels

Bleifreies Lot benetzt schlechter, daher ist ein aktives, hochwertiges Flussmittel entscheidend für saubere Lötstellen.

Wie erkennt man eine gute Lötstelle?

Gleichmäßig benetzt, glatt, ohne Risse – bei bleifrei matter als bei bleihaltig, das ist normal.

Häufige Fehler

Zu niedrige Temperatur, schlechtes Flussmittel und zu langes Erhitzen. Mehr in die häufigsten Lötfehler.

Bleifreies Löten in der SMT-Fertigung

In der SMD-Fertigung ist bleifrei Standard – mit präzisem Temperaturprofil bei Reflow und Nacharbeit.

Spitzenlebensdauer beim bleifreien Löten

Höhere Temperaturen verschleißen Spitzen schneller; richtige Pflege verlängert die Lebensdauer – siehe Lebensdauer von Lötspitzen verlängern.

Fazit

Bleifreies Löten verlangt mehr Wärme, ein gutes Flussmittel und Spitzenpflege. Weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.