SMD-Bauteile löten
Die SMT-Technologie (Surface Mount Technology) dominiert heute die Elektronikfertigung. Die meisten modernen Geräte nutzen oberflächenmontierte Bauteile.
Was sind SMD-Bauteile?
Bauteile, die direkt auf die Leiterplattenoberfläche gelötet werden, ohne Drahtanschlüsse durch Bohrungen – deutlich kleiner als THT.
Welche Ausrüstung brauchen Sie?
Eine gute Lötstation mit feiner Spitze, Pinzette, Flussmittel, Lötlitze und idealerweise Heißluft. Das Sortiment finden Sie unter Löttechnik.
Bedeutung des Flussmittels
Bei kleinen Bauteilen ist das Flussmittel entscheidend – es verbessert die Benetzung und verhindert Brücken.
Passive Bauteile löten
Bei Widerständen und Kondensatoren zuerst ein Pad verzinnen, das Bauteil platzieren und die zweite Seite löten.
Integrierte Schaltkreise löten
QFP-Gehäuse
Beine an den Ecken fixieren, dann jedes Bein oder per Drag-Soldering löten.
QFN-Gehäuse
Ohne sichtbare Beine – am besten mit Heißluft oder Vorverzinnung der Pads.
Drag-Soldering
Mit Messer- oder Hufspitze und viel Flussmittel über die Beinreihe ziehen.
Empfohlene Temperaturen
Üblich 300–350 °C, bei bleifrei höher – siehe bleifreies Löten.
Häufige Fehler
Brücken, kalte Lötstellen und zu wenig Flussmittel. Mehr in die häufigsten Lötfehler.
Kontrolle der Lötstellen
Mit Lupe oder Mikroskop auf Brücken, Benetzung und Risse prüfen.
SMD-Rework
Defekte SMD-Bauteile werden mit Heißluft entfernt – siehe Reparatur von SMD-Bauteilen.
Fazit
SMD-Löten verlangt feine Spitzen, Flussmittel und Geduld. Weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.
