Wie wählt man eine Lötspitze aus?
Bei Lötproblemen versuchen viele Techniker, die Temperatur zu erhöhen. Meist liegt das Problem aber nicht an der Temperatur, sondern an der falsch gewählten Lötspitze.
Warum ist die Spitzenwahl so wichtig?
Die Spitze überträgt die Wärme auf die Lötstelle. Eine zu kleine Spitze liefert nicht genug Wärme, eine zu große gefährdet Nachbarbauteile.
Grundregel
Wählen Sie die größte Spitze, die noch zur Lötstelle passt – große Spitzen übertragen Wärme effizienter bei niedrigerer Temperatur.
Häufigste Lötspitzentypen
Meißelspitze (chisel)
Die universellste Form, ideal für THT und größere Pads.
Konische Spitze (conical)
Für feine, präzise Arbeiten an kleinen Punkten.
Mikrospitze
Für sehr feine SMD-Bauteile und engste Stellen.
Messerspitze (knife)
Für Drag-Soldering und das Korrigieren von Brücken bei SMD-ICs.
Hufspitze (hoof)
Mit Lotdepot, ideal für Drag-Soldering ganzer Reihen.
Wie wählt man nach Anwendung?
SMD klein → Mikro/Konisch, THT → Meißel, ICs mit vielen Pins → Messer/Huf. Mehr zum SMD-Löten und THT-Löten.
Wie beeinflusst die Spitze die Temperatur?
Eine passende Spitze ermöglicht eine niedrigere eingestellte Temperatur – das schont Spitze und Bauteil.
Spitzenmaterial
Kupferkern mit Eisenbeschichtung; die Beschichtung darf nicht beschädigt oder abgeschliffen werden.
Häufige Fehler
Zu kleine Spitze, zu hohe Temperatur oder beschädigte Beschichtung. Mehr in die häufigsten Lötfehler.
Wie verlängert man die Lebensdauer?
Richtige Temperatur, Verzinnen und Reinigung – siehe Lebensdauer von Lötspitzen verlängern.
Fazit
Die richtige Spitze löst die meisten Lötprobleme. Lötspitzen und Stationen ansehen oder weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.
