Sind Lötdämpfe schädlich?

Viele Techniker meinen, das größte Risiko beim Löten sei Blei. Das größere Problem ist jedoch oft das langfristige Einatmen von Lötdämpfen – vor allem der Flussmitteldämpfe.

Was entsteht beim Löten?

Beim Löten entstehen Dämpfe aus verdampftem Flussmittel, Mikropartikeln und chemischen Verbindungen, die in die Atemluft gelangen.

Ist Blei gefährlich?

Blei verdampft beim Löten kaum, weil die Temperaturen unter seinem Siedepunkt liegen. Das Hauptrisiko sind die Flussmitteldämpfe, nicht das Blei selbst.

Welche gesundheitlichen Folgen sind möglich?

Reizung der Atemwege und Augen, Kopfschmerzen und bei langfristiger Belastung Atemwegsbeschwerden wie Berufsasthma.

Wer ist am stärksten gefährdet?

Personen, die täglich und über Jahre löten – in Service, Fertigung und Entwicklung – ohne ausreichende Absaugung.

Hilft ein offenes Fenster?

Nein. Ein Fenster verteilt die Dämpfe nur, statt sie an der Quelle abzusaugen.

Wie schützt man sich?

Mit einer Absaugung direkt an der Lötstelle. Wie sie funktioniert, erklärt wie die Absaugung von Lötdämpfen funktioniert; das Sortiment finden Sie unter Rauchabsaugung.

Ist Absaugung auch bei bleifreiem Löten nötig?

Ja. Bleifreies Löten arbeitet mit höheren Temperaturen und mehr Flussmittel – die Dämpfe sind genauso relevant.

Häufige Mythen

„Es geht um Blei", „ein Fenster reicht", „bleifrei ist ungefährlich" – alle drei sind falsch.

Fazit

Lötdämpfe sind ein reales Gesundheitsrisiko, dem eine Absaugung wirksam vorbeugt. Mehr zur Arbeitssicherheit beim Löten; weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.