EN 61340-5-1 – die ESD-Norm
Die Norm EN 61340-5-1 – in Tschechien als ČSN EN 61340-5-1 übernommen – ist das grundlegende Dokument zum Schutz elektronischer Bauteile vor elektrostatischer Entladung (ESD). Sie legt fest, wie ein wirksamer ESD-Schutz aufgebaut, betrieben und überprüft wird.
Was ist EN 61340-5-1?
Eine europäische Norm zum Schutz elektronischer Geräte vor ESD-Schäden. Sie gehört zur Normengruppe IEC/EN 61340 und definiert Anforderungen an Maßnahmen, Materialien und deren regelmäßige Kontrolle.
Warum entstand die Norm?
Moderne Bauteile werden immer empfindlicher und ESD-Schäden führen zu sofortigen Ausfällen, latenten Defekten und Reklamationen. Die Norm vereinheitlicht das Vorgehen und macht den Schutz nachweisbar.
Grundanforderungen der Norm
ESD-Programm
Jede Organisation muss ein definiertes ESD-Programm mit Verantwortlichkeiten, Richtlinien, Kontrollverfahren und Dokumentation haben. Das Vorgehen beschreibt der Artikel wie man ein ESD-Programm einführt.
EPA-Bereich
Die Norm verlangt geschützte Bereiche (EPA) mit geeigneten Arbeitsflächen, Erdung der Personen und Kennzeichnung.
Erdung der Mitarbeiter
Eingesetzt werden ESD-Armbänder, ESD-Schuhe, die Kombination aus Schuh und Boden sowie Monitoringsysteme.
Arbeitsflächen und Lagerung
Arbeitsplatten müssen definierte Ableitwerte haben; empfindliche Teile werden in ESD-Verpackungen gelagert und transportiert.
Messung und Kontrolle
Regelmäßige Prüfungen mit Messgeräten belegen die Funktion. Wie Tester arbeiten, erklärt wie ESD-Tester funktionieren.
Wichtige Grenzwerte
Die Norm arbeitet mit Widerstandsgrenzen – etwa dem Ableitwiderstand einer Person über das Erdungssystem unter 3,5 × 10⁷ Ω. Konkrete Werte werden bei Prüfungen dokumentiert.
Wie führt man die Norm ein?
Über ein ESD-Programm, die Einrichtung der EPA, Schulung der Mitarbeiter und regelmäßige Audits. Den Ablauf zeigt wie ein ESD-Audit abläuft.
Fazit
EN 61340-5-1 ist der Maßstab für ESD-Schutz. Ihre Umsetzung senkt Ausfälle und Reklamationen nachweisbar. Weitere Anleitungen im ESD-Ratgeber.
